Wie die KI-Welle viele Investitionen und Anlageoptionen antreibt
Geothermie, Fusionsreaktoren, Drohnen: Künstliche Intelligenz braucht mehr Energie und kann den Einsatz neuer Technik anregen. Was bedeutet das für Anleger?
Die großen Technikkonzerne bauen auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und dafür immer mehr Rechenzentren. So zieht der Einsatz von KI viele Investitionen in die Infrastruktur und in die Energieversorgung mit sich. Aber hält die Stromversorgung den Ansturm aus? Investorin Saskia Bruysten warnt: „Wenn wir diesen Energiehunger nicht stillen, platzt die KI-Blase.“
Im F.A.Z. Podcast Finanzen & Immobilien spricht sie über die Folgen der KI-Programme. Bruysten erwartet einen steigenden Energiebedarf und erkennt darin viele Möglichkeiten zum Investieren. Sie sucht junge Unternehmen mit Techniken wie Geothermie oder Fusionsreaktoren, um damit für die Energie der Zukunft zu sorgen. Gerade in Amerika finden sich damit Einstiegsmöglichkeiten vor einem Börsengang. Aber auch dort kommt es zum Widerstand in der Bevölkerung gegen große Rechenzentren. Saskia Bruysten, Partnerin von Carbon Equity
Der Ausbau von Rechenzentren beschleunigt sich vor allem durch den Einsatz von KI. Die Investitionen sind nach einer Untersuchung des Kreditversicherers Allianz Trade auf der Welt im vergangenen Jahr auf 580 Milliarden Dollar gestiegen. Die installierte Kapazität werde bis Ende des Jahrzehnts voraussichtlich verdoppelt. Bis 2030 könne der Anteil von KI-Anwendungen am Stromverbrauch von Rechenzentren auf rund 40 Prozent steigen.
Bruysten erwartet einen Wandel in der Energieversorgung. „Wie sieht die Welt in fünf bis zehn Jahren aus? Wir sind in der Energiewende. Diese neue Art von Energie ist billiger. Geopolitisch wollen wir von anderen Ländern unabhängig sein. KI-Anbieter haben einen unglaublichen Energiebedarf. Daher ist es logisch, langfristig in die großen Trends zu investieren.“
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